Der Lotus als Symbol der alt-vedischen Kosmologie

In Indien heißt die Lotosblume „Padma”. Padma war im alten Indien auch das Urmeer, aus dem das Universum entstand
In Indien heißt die Lotosblume „Padma”. Padma war im alten Indien auch das Urmeer, aus dem das Universum entstand


Das altvedische Weltbild geht von einem zentralen Kontinent aus, der konzentrisch von weiteren Kontinenten und Ozeanen umgeben ist. Im zentralen Kontinent erhebt sich der Weltenberg Meru, auf dem die Götter ihren Wohnsitz haben und um den herum die Gestirne und Planeten kreisen. Der markante Fruchtknoten des Lotus erhebt sich gleichsam wie der Weltenberg Meru aus dem Blütenboden, die vielen Blütenblätter strahlen in alle Richtungen wie die Himmelsrichtungen und symbolisieren die Vielfalt der Länder und Kulturen, die sich um den Weltenberg gruppieren. Damit wird der Lotusstengel die aus den Urwassern aufsteigende Weltachse, auf der die Erde ruht.

http://www.bernhardpeter.de/Indien/Sonstige/seite376.htm




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"Dem Nabelsee Vishnus der Quelle des gesamten Universums entspross der Lotosstengel, der alle Planetensysteme in sich birgt.

Die Bewegungen der Ringe im Nabel Vishnus sind dabei so tief und schön, das das Universum (Lotos-Sproß) herausspriesst und aber auch wieder zurück will."


http://vedabase.net/sb/4/24/50/

http://vedabase.net/sb/3/28/25/en

 


 

Das Lotosblatt wird als Sinnbild der Bindungslosigkeit angesehen.

Es schwimmt im Wasser, ohne vom Wasser benetzt zu werden.

Wie der Lotos sich durch den Schlamm der Welt und der

Unwissenheit unbefleckt über die Wasseroberfläche erhebt,

so ist das wahre Selbst es Menschen (atman) immer rein.

So sollte der spirituell Strebende in der Welt leben,

ohne von ihr berührt zu werden.

Indische Lotusblume (Nelumbo nucifera)

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Die Blüte der
indischen Lotusblume

Die indische Lotusblume (Nelumbo nucifera) ist eine schöne Wasserpflanze mit erbsengrünen schwimmenden Blättern. Die rosarote Blüte befindet sich meistens an dicken Stängeln die ein paar Zentimeter aus dem Wasser ragen. Die Indische Lotusblume gilt als heilig und wird von den Buddhisten in religiösen Zeremonien verwendet. Die ganze Pflanze ist für den menschlichen Verzehr geeignet, obwohl meistens die Samen und die Wurzeln (Rhizome) in der traditionellen Küche in Südostasien verwendet werden. Die indische Lotusblume ist eine Sumpfpflanze die in der gleichen Weise wie die duftende Seerose gehalten werden kann. Es ist nicht schwer diese Pflanze in unseren Bedingungen zu kultivieren, man muss nur wissen wie!

Um die indische Lotusblume aus Samen zu ziehen, müssen die äußeren harten Samen zunächst leicht mit Schleifpapier angeraut werden. Dies ermöglicht das Eindringen von Wasser ohne welches das Saatgut nicht keimen kann. Wenn die harte Beschichtung intakt bleibt hält sich das Saatgut über Jahrhunderte keimfähig. Wenn die Samen einfach ins Wasser gelegt werden dauert es ein paar Jahre bis die Samen keimen.


Keimender Samen der indischen Lotusblume

Woher wissen Sie dass der Samen weit genug angeschliffen wurde? Wenn der Samen im Wasser liegt kann man durch den wachsenden Umfang sehr schnell feststellen ob es ausreichend war. Das Saatgut sollte innerhalb von 24 Stunden doppelt so groß werden. Falls nicht, müssen Sie mehr von der harten Schale wegschleifen und den Samen wieder ins Wasser legen und nach 24 Stunden prüfen ob sich der Samen in der Grüße verdoppelt hat. Diesen Vorgang müssen Sie so lange wiederholen bis das gewünschte Ergebnis erreicht wird.

Das Saatgut braucht nur Wasser … Sobald sich der Samen vollgesaugt hat können Sie diesen in ein Gefäß mit Wasser geben. Die optimale Temperatur für die Keimung beträgt 27–28°C (obwohl der Samen auch bei 20°C seine Größe verdoppeln kann). Bei dieser Temperatur keimt das Saatgut schnell und innerhalb einer Woche erscheinen die Sprossen. Siehe Foto-Dokumentation unter http://www.victoria-adventure.org/…om_seed.html.

Sobald die ersten Blätter erscheinen sollten Sie den Samen entweder in ein schlammiges Substrat oder auf den Grund eines Behälters (Aquarium, Teich) pflanzen. Der Wasserstand im Behälter sollte mindestens 30 cm über dem Substrat Niveau gehalten werden. Wenn passendes Medium verwendet wird kann die indische Lotusblume leicht in einem Aquarium mit Fischen gehalten werden.

Nach und nach benötigt die Pflanze mehr Platz. Sie können diese in einem Teich in einem Wintergarten, Gewächshaus, oder an jedem frostfreien anderen Ort kultivieren. Die ideale Temperatur für den Anbau der indischen Lotusblume liegt zwischen 20 ° C und 35 ° C.

In unseren Breitengraden sind niedrigere Temperaturen weit verbreitet, welche die Pflanze aber überlebt. Im Sommer können Sie die indische Lotusblüte in den Freilandteich setzen, im Winter muss Sie im Inneren gehalten werden. Im schlimmsten Fall kann Sie auch in einem feuchten Keller in der gleichen Art und Weise wie die duftende hibernate Seerose überwintert werden.

Die ideale Haltung ist im Kübel der zwischen 60–80 Liter Fassungsvermögen hat und für ca. 10 Euro zu haben ist. Gehen Sie wie folgt vor: Geben Sie den gekeimten Samen in einen Blumentopf mit schlammigem Substrat und legen diesen in den großen Kübel der dann randvoll mit Wasser gefüllt wird.

Der Vorteil des Kübels ist das dieser auch zum Überwintern ins Haus oder den Wintergarten gestellt werden kann. Im Haus sollte der Kübel dann sehr hell und warm, am besten direkt an einem Fenster aufgestellt werden so dass die Lotusblume genügend Sonne und Wärme bekommt. Im Sommer kann der Kübel dann auf den Balkon, am besten Südseite, oder in den Garten an einen sonnigen Ort. Wie Sie sehen kann die indische Lotusblume sehr einfach herangezogen werden – selbst in eine Appartement Wohnung!