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...tene brahma hrida adi kavaye...SB 1.1.1.
Eine Inspiration für das Trimurti Theaterstück 2015
Brahma das selbstgeborene Lebewesen.mp3
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ॐ हंसहंसाय विद्महे सोऽहं हंसाय धिमहि।

हंसः सोऽहं प्रचोदयात्॥

om haṁsāhamsāya vidmahe so’haṁ haṁsāya dhimahi|

haṁsaḥ so’haṁ pracodayāt||

Padma-ja der Lotosgeborene hält die Veden, eine Gebetskette(Japa), einen Wassertopf (Lota) und eine Lotosblume...und/oder meditiert mit 2 Händen
Padma-ja der Lotosgeborene hält die Veden, eine Gebetskette(Japa), einen Wassertopf (Lota) und eine Lotosblume...und/oder meditiert mit 2 Händen

 

Catur-Mukha-Brahma             (4-köpfiger Brahma)

 

Das erstgewordene Lebewesen, das aus der universalen 

Lotosblume geboren wurde, war Brahma, der die Welt zunächst

noch nicht wahrnimmt.

 Wohin er auch blickte, er sah nichts als Dunkelheit.

 Nachdem Brahma sich in allen Richtungen umgeschaut hatte,

 wuchsen ihm gemäß den Haupthimmelsrichtungen vier Köpfe

 und mit ihm auch die höchste Dimensionsebene des Universums.

 (Der vierköpfige Brahma ist der kleinste, andere

 Brahmas haben hunderte, tausende, bis hin zu Millionen von Köpfen.)

 

Sein Körper ist Klang, er ist die Inkarnation spirituellen/materiellen Klangs, alle seine Bewegungen bestehen aus Klang, er kreiert die innere Ordnung des Universums durch Klangschwingung. 

 

Das unsere ist das verhältnismäßig kleinste Universum

oder Brahma-anda (Brahma-Ei").

Erst durch das göttliche Medium Brahma gelangt aus dem spirituellen Urgrund (brahman) Licht in die Dunkelheit (Anda).

 

Als Brahma auf der Lotosblüte erschien, verstand er nicht, was

er hier solle. Da seine Mutter der Lotos war, suchte er nun nach

seinem Ursprung: Er kletterte den Lotusstengel hinunter, bis er

an das Wasser kam, und schlüpfte dann in den Lotos,

um in den Tiefen des Garbhodhaka-Ozeans nach seinem Ursprung

zu suchen, dem Nabel Visnus.

Ein weiterer Name Brahmas ist Svayambhu, der, der ohne

Mutter und Vater geboren wurde.

(Brahma samhita 5.23 ff) :

„Als Brahma zu keinem Ende kam und wieder aus dem Lotos

herausschlüpfte, wandte er seinen Geist unter dem Impuls

früherer Eindrücke – von der göttlichen Energie gelenkt – dem

Akt der Schöpfung zu. Aber wohin er auch blickte, er sah nichts

als Dunkelheit.“

Als er so nachdachte, hörte er plötzlich zwei Silben aus dem

Nichts erklingen: ta-pa (Entsagung). Er suchte sofort nach der

Quelle dieser Silben, aber da er nichts fand, hielt er es für klug,

sich auf seiner Lotosblume niederzusetzen und - wie

unterwiesen - Entsagungen auszuüben. Dies tat er für tausend

Jahre der Halbgötter und ist demzufolge als der größte Asket bekannt.

 

Daraufhin wandte sich Sarasvati, die Göttin der

Gelehrsamkeit an Brahma und sprach:

„O Brahma, dieser Mantra – klim krishnaya govindaya gopi-

jana-vallabhaya svaha – wird dir gewiss deinen

Herzenswunsch erfüllen.“

 

"O Brahma, stelle mithilfe dieses Mantra eine Verbindung

zum Spirituellen her – dann werden all deine Wünsche in

Erfüllung gehen."

Lange Zeit nahm Brahma Entbehrungen auf sich, um Govinda,

Krishna in Goloka, den Herrn von Svetadvipa, zu erfreuen.

Seine Meditation lautete wie folgt:

„Im transzendentalen Land von Goloka steht ein göttlicher

Lotos mit tausend Blütenblättern, der durch Millionen von

Staubfäden noch an Umfang zunimmt. Auf seinem

Blütenstempel steht ein prachtvoller göttlicher Thron, auf dem

Sri Krishna, die Gestalt ewigen Lichts und transzendentaler

Glückseligkeit, sitzt und mit seinem Lotosmund Seine göttliche,

von spirituellen Tönen erfüllte Flöte spielt.

Ihn verehren Seine liebevollen Milchmägde und deren

persönliche Erweiterungen sowie Seine äußere Energie, die alle

weltliche Eigenschaften verkörpert.“

Als dann ging Gayatri, die Mutter der Veden, die durch den

transzendentalen Klang von Sri Krishnas Flöte übertragen

wurde und sich so manifestierte, durch die acht Ohren des aus

sich selbst geborenen Brahma in dessen Lotosmund ein.

 

Nachdem der lotosgeborene Brahma auf diese Weise dem aus

dem Flötenlied Sri Krishnas hervorgegangenen Gayatri-mantra

empfangen hatte, erlangte er den Status des

 Zweimalgeborenen, da er vom Höchsten urersten Lehrer, Gott

 selbst, eingeweiht worden war.

 Erleuchtet durch die Erinnerung an diese Gayatri, die die drei

 Veden verkörpert, wurde Brahma mit der Weite des Ozeans

 der Wahrheit vertraut. Und so verehrte er Sri Krishna, die

 Essenz aller Veden, mit der folgenden Hymne aus der Brahma

 Samhita, die Sri Caitanya (Goldener Krishna-Avatar) vor über

 500 Jahren wiederentdeckte.

 

Vers 35: Krishna-Govinda ist ein nichtduales Wesen, da

 zwischen der Energie und ihrem Besitzer kein Unterschied besteht.

 Bei Seinem Schöpfungswerk von Millionen von Welten bleibt

 seine Energie untrennbar mit Ihm verbunden.

 Alle Universen existieren in Ihm, und Er ist in Seiner ganzen

 Fülle in jedem einzelnen der überall im Universum verstreuten

 Atome zur selben Zeit gegenwärtig.

 Solcherart ist der urerste Herr, den ich bewundere und verehre.

 Vers 46: Wenn die Flamme einer Kerze auf andere Kerzen

 übertragen wird, so ist ihr Licht von gleicher Qualität – auch

 wenn die Flammen getrennt voneinander brennen.

 Ich verehre den urersten Herrn Govinda, der sich in derselben

 beweglichen Weise in Seinen vielfältigen Manifestationen

 gleichermaßen offenbart.

 Vers 48: Brahma und die anderen Herrscher der aus den

 Haarporen Maha-Visnus hervorströmenden Welten leben so

 lange, wie das Ausatmen Maha-Visnus dauert. Ich verehre den

 urersten Herrn Govinda, von dem Maha-Visnu der Teil eines Teils ist.

 

Vers 50: Ich verehre den urersten Herrn, Govinda, dessen Lotosfüße

Ganesha stets auf den beiden Höckern seines Elefantenkopfes hält, um

Kraft zu schöpfen für seine Aufgabe, alle Hindernisse auf dem Pfad des

Fortschrittes der drei Welten zu beseitigen.

Lebensdauer Brahmas: Brahma existiert solange das

 Universum existiert. Er lebt 100 Brahmajahre zu 360

 Brahmatagen und -nächten.

 Ein Tag Brahmas wird Kalpa genannt (1 Kalpa = 4,32 Mio. Jahre)

 Daraus lässt sich Brahmas Leben wie folgt berechnen:

 1 Kalpa x 360 Tage x 2 (Nächte) x 100 = ca. 311 Billionen Jahre.

 Unser Brahma (der gegenwärtige Brahma dieses Universums)

 ist im Moment ca. 50 Jahre alt. Daraus lässt sich

 schlussfolgern, dass unser Universum ca. 156 Billionen Jahre alt ist.

 Aus Garbha-Udaka-Vishnu geht Brahma hervor und mit ihm auch die

 höchste Dimensionsebene des Universums.

 Als Vishnu Brahma so sah, hielt Er ihn für würdig,

 Lebewesen zu erschaffen und gewährte ihm jegliche Segnung.

 

Nachdem Brahma von Vishnu gesegnet und unterwiesen

 worden war, wie das Universum zu erschaffen sei, führte

 er einhundert himmlische Jahre (eine für uns unvorstellbar lange Zeit)

 lang tapasya aus (spirituelle Disziplin), indem er sich durch Meditation

 im Dienste des Herrn beschäftigte.

 Nachdem seine Meditation komplett war, hatte er auch

 das Wissen, den Höchsten Gott zu erkennen.

 

Da Visnu sehr mit seiner Entsagung zufrieden war,

offenbarte Er sich, wie auch Sein transzendentales Reich

Vaikhuntaloka, Brahma. So sah er dann auch die weiße

 Schlange, auf deren unzähligen Häuptern Juwelen funkelten,

 die die Dunkelheit des Universums vertrieben. Noch viel schöner

 und leuchtender aber war dagegen der transzendentale Körper des Herrn.

 Daraufhin wurde Brahma von Freude überwältigt, seine

 Augen füllten sich mit Tränen und er verneigte sich vor seinem Herrn.

 

Die sekundäre Schöpfung (Visarga).....oder wie Brahma ,

 der Weltenbildner die kosmische Schöpfung in sieben Schritten hervorbringt,

 wodurch die sieben Dimensionsebenen des Kosmos entstehen.

 Sie wird auch die dritte Stufe(Kalpa) der Schöpfung genannt,

 wobei sich dies auf nur einen Tag Brahmas bezieht. Danach findet

 eine Teilzerstörung des Universums statt.

 Diese sekundäre Genesis der materiellen Dimensionen mit ihrer

 gesamten subtilen Vielfalt sind von Brahma aus gesehen

 hinunterkopierte Sphären mit dem jeweiligen Qualitätsverlust.

 Je niedriger die Sphäre, desto begrenzter wird die

 Bewusstseinstufe der jeweiligen Lebewesen. Er ist das erste

 und höchste Lichtwesen des Universums, und es ist Brahmā,

 der sagt: „Es werde Licht!“

 

Denn innerhalb des „potentiellen Universums“

(brahma-anda, „Brahmā- Ei“) ist tatsächlich „Finsternis“

der ursprüngliche Zustand (anda heißt im Sanskrit auch „Dunkelheit, Finsternis“).

Erst durch das göttliche Medium des

Brahmā gelangt aus dem spirituellen Urgrund

(brahman) Licht in die Dunkelheit.

  

Das Schöpfungswort „Es werde Licht!“ erschafft nicht

 etwa Licht aus der Finsternis, sondern bringt Licht aus

 dem göttlichen Urgrund (brahman) in die Materie

 hinein. Dies ist das Schöpfungswerk von Brahmā, des

 ersten in der Materie „geborenen“ Wesens.

 

(Gemäß der vedischen Genesis ist das erste Lebewesen in der

 Materie also nicht eine Bakterie, sondern Brahmā!)

 

Brahmas Leben entspricht der gesamten Lebensdauer

 des Universums. Innerhalb des jeweiligen Universums ist

 es Brahma, der die Schöpfung, d. h. die weitere

 Verdichtung der Materie, vornimmt.

 Von Brahma gehen direkt oder indirekt alle

 Lebensformen im Universum aus, und er ist es, der sagt:

 „Es werde Licht! Es werde Tag! Es werde Nacht!“ Diese

 sekundäre Schöpfung ist Brahmas Aufgabe.

 Er ist der mächtigste, erste Halbgott im Universum.

 Brahma erschafft jedoch nicht alle Lebewesen und

 Planeten selbst. Von ihm gehen unmittelbar erste

 Generationen aus, die sich selbständig vermehren:

 die Prajapatis oder Vorväter der Gesellschaft

 

Gereift im Wissen sah Brahma, dass der Lotos, auf dem

 er sich befand, im ganzen Universum verbreitet war und

 er begann, ihn in drei Einteilungen von Welten zu

 gliedern: die untere, mittlere und obere Welt.

 Zur unteren Welt gehören die höllischen Planeten, zur

 mittleren die Erde und zur oberen die himmlischen Planeten.

 Der höchste Planet, der die Residenz Brahmas ist, wird

 Satyaloka oder Brahmaloka genannt, dann folgen

 Tapoloka, Janaloka, Maharloka und Dhruvaloka,

 Saturn, Jupiter, Mars, Merkur, Venus, Mond, Sonne,

 Rahu, die Planeten der siddhas, caranas, yaksas,

 raksasas, die Erde, himmlische Planeten unterhalb der Erde

 wie Atala, Vitala, Sutala etc., Pitrloka

 und schließlich 28 höllische Planeten angefangen mit Tamisra,

 wo sündhafte Menschen nach ihrem Tod bestraft werden.

 Brahma schafft alle Formen von Lebewesen in verschiedenen

 Formen in Bezug auf die unterschiedlichen Wünsche innerhalb des

 Universums. (SB 2.5.33 )

 

Aufgrund ihrer direkten Verwandtschaft tragen auch sie die

 Anlagen der anderen Lebensformen in sich. Dies ist vergleichbar

 mit einer Art feinstofflichem Gencode.

 Dann schuf Brahma aus seinem Geist und seinem Körper die

 unbeweglichen Lebewesen (Bäume etc.), die niederen Lebensformen

 Insekten, Reptilien, Vögel, Säugetiere etc.).

 

Das PadmaPurana erwähnt die große Anzahl von Arten verschiedener Arten in diesem Vers:

Jalaja nava laksani

 sthavara laksha-vimsati

krimayo rudra sankhyakat

 prkshinam dasa-laksanam

 trimsal-laksani paravah

 catur laksani manusah

 

„Es gibt 900.000 Spezies, die im Wasser leben. Es gibt auch 2.000.000

 nichtbewegende Entitäten wie Bäume und Pflanzen. Es gibt 1.100.000

 Arten von Insekten und Reptilien, und es gibt 1.000.000 Vogelarten.

 Soweit Tiere betroffen sind, gibt es 3.000.000 Sorten und 400.000

 menschlichen Spezies im gesamten diesem unserem Universum.“

 die devas und die Menschen.

 

Die Schöpfung der devas ist von achtfacher Art:

 (1) Halbgötter, (2) pitrs, (3) asuras, (4) gandharvas und apsaras, (5)

 yaksas und raksasas, (6) siddhas, caranas und vidyadharas, (7) bhutas,

 pretas und pisacas und (8) kinnaras und andere übermenschliche Wesen.

 

Bevor der Selbstgeborene die Schöpfung der Lebewesen vornahm,

 erschuf er aus seinem Schatten ihre Lebensbedingungen, die

 Bedeckungen der Unwissenheit, die im Sanskrit andhatamisra

 (Furcht vor dem Tod, weil man glaubt, dass mit dem Tod alles vorbei ist),

 tamisra (Zorn nach Enttäuschung), maha-moha (falsches Besitzdenken),

 moha (Illusion), tamas (Dunkelheit im Wissen vom Selbst) und ajñana

 (Unwissenheit) oder avidya genannt werden.

 

Als Garbhodakashayi Vishnu in das Herz Brahmas

 einging, brachte Er seine Intelligenz hervor und begann

 das Universum wie zuvor zu erschaffen (mit denselben

 Namen und Formen, wie in der vorherigen kosmischen

 Manifestation). Als erstes schuf er die fünf Bedeckungen

 der Unwissenheit der bedingten Seelen aus seinem Schatten:

 

1. Tamishra: Zorn oder Neid: Wenn das Lebewesen seine ursprüngliche

 Position vergisst und versucht mit dem Höchsten eins zu werden,

 wird diese Unwissenheit tamishra genannt

 2. Andha-tamishra: Die Illusion, den Tod als das absolute Ende zu

 betrachten, wird andha-tamishra genannt.

 3. Tamas: Die Bedingtheit nichts über die spirituelle Seele zu wissen, wird

 tamas genannt.

 4. Moha: Die Illusion der körperlichen Lebensauffassung, Anhaftung an

 das Mutterland, Familie, Kinder und Reichtum wird moha genannt.

 5. Maha-moha: Der Zustand, in dem man verrückt nach materiellem

 Genuss ist, wird maha-moha genannt.

 Da man in der materiellen Welt nicht leben kann, wenn man seine wahre Identität kennt,

 ist die erste Bedingtheit materieller Existenz das Vergessen der eigenen, wahren Identität.

 Brahma war mit dieser undankbaren Schöpfung nicht zufrieden,

 obwohl er dies tun musste, da die Lebewesen es so wollten.

 Angewidert gab Brahma diesen Körper auf (laut Sridhara Svami

 gab Brahma nicht tatsächlich seinen Körper auf, sondern eine

 bestimmte Mentalität), woraufhin sich sofort Yakshas und

 Rakshasas auf diesen Körper stürzten, der in der Form der

 Nacht weiterexistierte.

 

Danach stürzten sie sich auf Brahma, der an sie appellierte, ihren Vater doch zu beschützen. Brahma war frustiert von dieser Schöpfung und um sich zu reinigen,

 begann er über den Herrn zu meditieren. Daraufhin begann er

 die vier Prinzipien des Wissens zu schöpfen:

 1. Sankhya - das analytische Studium der materiellen Welt

 2 .Yoga - der mystische Vorgang, um die reine Seele von der materiellen

 Fessel zu befreien

 3. Vairagya - die Annahme völliger Loslösung von materiellen Genüssen,

 um sich zum höchsten spirituellen Verständnis zu erheben

 4. Tapas - die verschiedenen Stufen freiwilliger Entsagungen zum Zwecke

 der spirituellen Perfektion

 

Der verehrenswerte Brahma schuf zu Beginn vier große Weise

 namens Sananda, Sanaka, Sanatana und Sanat-kumara. Als diese

 nicht gewillt waren, Nachkommenschaft zu zeugen und das

 Universum zu bevölkern, wurde Brahma zornig. Der Zorn trat aus

 seiner Stirn hervor und erzeugte Rudra. Diese Inkarnation des

 Zornes zerstört am Ende von Brahmas Leben das gesamte Universum.

 

Nach Rudra schuf der Selbstgeborene zehn Weise: aus seinem

 Atem Vasistha, aus seinem Daumen Daksa, aus seiner Überlegung

 Narada, aus seinem Tastsinn Bhrgu, aus seinem Mund Angira, aus

 seinen Augen Atri, aus seinen Ohren Pulastya, aus seiner Hand

 Kratu, aus seinem Geist Marici und aus seinem Nabel Pulaha.

 

Aus seiner Brust manifestierte sich Religion, aus seinem Rücken

 Irreligion, aus seinem Herzen Lust und Begierde, aus seinem Mund

 Sprache, aus seinem Penis der Ozean und aus seinem Anus

 niedere und abscheuliche Tätigkeiten. Trotz Brahmas Macht, ging

 es nicht immer glatt zu in seiner Schöpfertätigkeit, wie überhaupt

 im materiellen Dasein niemals alles so läuft, wie man es sich vorstellt.

 

Eines Tages, als Brahma in tiefes Nachdenken versunken

war und sich darüber wunderte, dass das Universum

noch immer nicht genügend bevölkert war, wurden aus

seinem Körper zwei menschliche Formen erzeugt, eine

 männliche und eine weibliche, die sich augenblicklich

 sexuell vereinigten.

 Die männliche Form wurde als Svayambhuva und die

 weibliche als Satarupa bekannt. Mit ihnen beginnt die

 Geschichte der Menschheit, sie sind die Urahnen der

 Menschen. Sie zeugten zwei Söhne - Uttanapada und

 Priyavrata - und drei Töchter namens Akuti, Devahuti

 und Prasuti, die mit Ruci, Kardama bzw. Daksa

 verheiratet wurden und im Laufe der Zeit zahllose

 Nachkommen hervorbrachten.

 Svayambhuva ist ein Manu, ein avatara, der für das Wohl

 des Universums sorgt. Nachdem Manu eine lange Zeit

 regiert hatte, zog er sich in den Wald zurück und

 übergab sein Amt Priyavrata. Priyavratas Nachfolger

 wurde Agnidhra, Agnidhra folgte Nabhi, dessen

 Nachfolger wurde Rsabha, eine Inkarnation des Herrn,

 und Rsabhas Nachfolger wurde Bharata, nach welchem

 später die Erde benannt wurde (bharata-varsa).

 

Im Laufe eines Tages Brahmas erscheinen 14 Manus, von

 denen jeder 71 - 72 caturyugas die Welt regiert. Ein Tag

 Brahmas währt tausend caturyugas (ein caturyuga - aus

 vier Zeitaltern bestehender Zyklus - währt 4.320.000

 Jahre). Brahmas Nacht dauert ebenso lang.

 In dieser Zeit ist das Universum bis hinauf nach

 Satyaloka zerstört und unbewohnbar. Brahma lebt

 einhundert Jahre nach dieser Zeitrechnung, das sind

 1000 x 365 x 100 caturyugas. Wenn man diese Zahl (36500000)

 mit 4.320.000 multipliziert, erhält man die Dauer des

 Universums nach menschlicher Zeitrechnung.

 Die Erschaffung der materiellen Welt ist kein einmaliger Vorgang,

 Schöpfung und Vernichtung sind ewig und wiederholen sich

 zyklisch.

 Auch gibt es nicht nur ein Universum. Alles, was wir am Himmel

 sehen können, ist nur innerhalb von einem Universum. Da es

 eine sehr dicke Außenhülle hat, ist es nicht möglich, von einem

 Universum zum anderen zu schauen.

 Wenn es manchmal eine Knappheit an Lebewesen gibt, (auch wir

 sollen mal ein Brahma gewesen sein, die qualifiziert für den Posten

 Brahmas sind) , erweitert sich Vishnu selber als Brahma.