Brahmā (Vollzieher der Schöpfung) erschafft nicht alle Lebensformen und Planeten selbst. Von ihm als der Prajapati (Ur-vorvater) gehen unmittelbar erste Generationen aus, die sich selbständig vermehren. Aufgrund ihrer direkten Verwandtschaft tragen auch sie die Anlagen der anderen Lebensformen in sich (vergleichbar mit einer Art feinstofflichem Gen-Code). Durch das Wirken dieser bevollmächtigten «Gen-erationen» wächst im Universum allmählich ein multidimensionaler Stammbaum von Lebensformen und Lebewesen, die alle miteinander verwandt sind.

Mit anderen Worten, von Brahmā geht eine sich exponentiell vervielfältigende Schöpfung aus, wodurch sich eine universale Hierarchie von Existenzdimensionen und Galaxien materialisiert, in denen alle Arten von Lebewesen vorkommen (Mineralien, Pflanzen, Tiere, Menschen, Dämonen, Halbgötter, «Teufel», Engel, usw.).

Das Leben im Universum entwickelt sich über eine herabsteigende, interdimensionale Evolution (= Involution) vom Höchsten und Hohen zum Niederen und Grobstofflichen

– im Gegensatz zur Evolutionstheorie, die besagt, alle Formen, auch die lebendigen, seien zufällig aus lebloser, grobstofflicher Materie hervorgegangen und hätten sich über niedere zu höheren Formen entwickelt.

 

 

Höherdimensionale Wesen = göttliche Wesen?

Die vedischen Schriften geben an vielen Stellen eine Übersicht über die Wesen, die das Universum bewohnen. Ein Beispiel hierfür stammt aus dem Srimad-Bhāgavatam (5.5.21-22):

«Was Macht betrifft, so stehen die Tiere über den Pflanzen und die Menschen über den Tieren. Über den Menschen befinden sich die Pramathas [feinstofflichen Wesen], da sie keinen grobstofflichen Körper besitzen. Über ihnen befinden sich die Gandharvas [Engelwesen], über den Gandharvas die Siddhas [die ‹Vollkommenen›, die Besitzer kosmischer Kräfte] und über den Siddhas die Kinnaras [Humanoide mit Verwandlungskünsten]. Ihnen überlegen sind die Gegner der Halbgötter [Asuras, die über hohe technische, magische und subtile Fähigkeiten verfügen]. Höher als die Asuras stehen die Deva-Halbgötter [Suras], die von Indra angeführt werden. Über Indra befinden sich die unmittelbaren Nachkommen Brahmās [wie Daksa, die großen Rishis, Nārada und die vier Kumāras namens Sanat-kumāra, Sanaka, Sananda und Sanātana]. Unter den Söhnen Brahmās ist Shiva der höchste. Da Shiva Brahmās Sohn ist, gilt Brahmā als höherstehend. Doch sie alle, auch Brahmā, unterstehen dem Allmächtigen [Vishnu]. Deshalb sind unter allen Lebewesen diejenigen, die ihr Leben vollkommen dem Allmächtigen geweiht haben (mat-parah), die mächtigsten, denn Vishnu ist persönlich der Beschützer Seiner Geweihten (dvija-deva-devah).»

Der evolutionsgläubige Mensch, der sich für die Krone der Entwicklung hält, bekommt von den vedischen Schriften keine Positionsbestätigung. Im Gegenteil, sie erklären, daß die Menschen in der kosmischen Machthierarchie relativ weit unten rangieren.

Die Unterteilung des Universums in vierzehn Existenzdimensionen bezieht sich auf den Entwicklungsgrad göttlichen Bewußtseins. In dieser Einteilung befindet sich die irdische Dimension in der Mitte, weshalb auf der Erde sowohl positive als auch negative Einflüsse zu sehen sind. Die Erde gehört zur Zone des freien Willens und Wählens, denn die Menschen können (und müssen!) wählen, in welche Richtung sie sich entwickeln wollen.

Die Wesen in den «oberen» und «unteren» Bereichen haben sich bereits entschieden: die Wesen der oberen Dimensionen für die Kräfte des Lichts und die Wesen der unteren Dimensionen für die Mächte der Dunkelheit.

 Brahma fliegt auf einem mystischen  Schwan, Hamsa genannt. Dieser wird auch als Weiße Wildgans bezeichnet. Brahmas Begleittier ist die mystische Gans, die ihn geistesschnell an jeden gewünschten Ort im Universum fliegen kann
Brahma fliegt auf einem mystischen Schwan, Hamsa genannt. Dieser wird auch als Weiße Wildgans bezeichnet. Brahmas Begleittier ist die mystische Gans, die ihn geistesschnell an jeden gewünschten Ort im Universum fliegen kann

 Schöpfung aus Gedankenkraft

Energie (vom griechischen Wort érgon, «Werk, Wirkung», und en-ergòs, «das, was auf etwas anderes einwirkt») heißt im Sanskrit shakti und bedeutet wörtlich «die Kraft, etwas zu vollbringen». Dies weist darauf hin, daß mit jeder Energie eine bewußte Wesenheit verbunden ist, denn zu Shakti gehören sowohl die Energie als auch das Geistwesen (Individuum), von dem diese Kraft («Energie») ausgeht.

In den höheren Dimensionen des Universums ist keine physische Manipulation der Elemente nötig, denn die Verwirklichung eines Gedankens geschieht dort durch die Gedankenkraft selbst. In der höchsten Dimension (Brahmās Welt) ist jeder Gedanke sogleich Realität, weil dort noch keine Elemente der tieferen Verdichtung vorhanden sind. In den nächstniedrigeren Dimensionen (jedoch immer noch weit jenseits der irdisch-dreidimensionalen Ebene) verursacht ein gedankliches Bild nicht mehr sogleich eine unmittelbare Realität, weil sich der Schleier der Materie bereits etwas verdichtet hat. Aber die Wesen in diesen Dimensionen haben die Fähigkeit, ein feinstoffliches Gedankenmuster (Matrix) durch Konzentration zu komprimieren und dadurch als Objekt in ihre Existenzebene herunterzukopieren.

In der irdischen, dreidimensionalen Welt sind die Menschen gezwungen, ihre geistigen Bilder durch physische Arbeit zu manifestieren. Aber Begriffe wie holographische Projektion, Teleportation, Antigravitation, freie Energie, Ätherenergie usw. erinnern auch heute noch (oder heute wieder) an die höherdimensionalen Urfähigkeiten des Geistes.

Jede Schöpfung geht also von Bewußtsein aus, angefangen bei dem höchsten, unendlichen Bewußtsein (Vishnu) und beim höchsten Schöpfergott des Universums (Brahmā) bis hin zu den irdischen und außerirdischen Mächten. Je nach Dimension, Motivation und Mentalität wählen die Lebewesen Methoden, um ihre Wünsche und Pläne zu «verwirklichen», d.h. Form annehmen zu lassen.

Der Wunsch, solche Materialisationskräfte zu besitzen, entspringt dem materiell-archetypischen Wunsch aller «gefallenen Wesen», Gottes unbegrenztes Wesen zu imitieren, um selber «Herr dieser Welt» zu werden.

 

 

 

Da die materiellen Elemente getrennt unfähig waren, das materielle Universum zu erzeugen, verbanden sie sich mit Hilfe der Energie des Höchsten Herrn (personifiziert durch die Göttin Kali) und brachten ein goldenes Ei hervor.

 

In der Manu-saṁhitā heißt es, daß der auf dem Wasser (dem Ozean der Ursachen) ruhende Herr (Mahā-Viṣṇu; Narayana) seinen Samen in das Wasser gab und daß aus diesem Samen ein goldenes Ei hervorging. Anders ausgedrückt bedeutet dies, daß der Herr das mahat-tattva durch seinen Blick mit den Lebewesen, den spirituellen Seelen, die nach einer Vernichtung der Welt in ihren feinstofflichen Körpern in ihn eingegangen sind, befruchtet und daß aus dieser Verbindung von materieller und spiritueller Energie in der Folge sich allmählich Universen manifestieren.

Der Herr ging dann als Garbhodakaśāyī Viṣṇu in dieses Ei ein und legte sich dort auf dem Garbhodaka-Ozean, der dieses Ei bis zur Hälfte füllt, auf Ananta-Sesa, seinem Schlangenbett, nieder. Dann sproß aus seinem Nabel ein Lotos, der das Behältnis aller Lebewesen ist und aus dem Lotos trat als erstes Lebewesen der mächtige Brahmā, der auch Svayambhuva (der Selbstgeborene) genannt wird, in Erscheinung.

 

Die Schöpfung Brahmās

 

Brahmā konnte nichts sehen und wußte nicht, wer er war und wo er sich befand. Er suchte überall im Lotus in allen Richtungen nach seinem Ursprung, doch fand er ihn nicht. Dann gab er seine Suche auf und richtete seinen Geist auf den Höchsten Herrn, bis er ihn schließlich im Innern seines Herzens auf dem Leib Sesa-nagas ruhend erkennen konnte und ihm alles sichtbar wurde. Diese Szene und die Gebete, die der Selbstgeborene dem Herrn daraufhin darbrachte, werden im Bhāgavatam beschrieben. Nachdem er vom Herrn gesegnet und unterwiesen worden war, wie das Universum zu erschaffen sei, führte er einhundert himmlische Jahre (eine für uns unvorstellbar lange Zeit) lang tapasya aus (tapasya oder tapas bedeutet spirituelle Disziplin), indem er sich durch Meditation im Dienste des Herrn beschäftigte. Gereift im Wissen sah Brahmā, daß der Lotos, auf dem er sich befand, im ganzen Universum verbreitet war und er begann, ihn in drei Einteilungen von Welten zu gliedern -- die untere, mittlere und obere Welt. Zur unteren Welt gehören die höllischen Planeten, zur mittleren die Erde und zur oberen die himmlischen Planeten. Der höchste Planet, der die Residenz Brahmās ist, wird Satyloka oder Brahmāloka genannt, dann folgen Tapoloka, Janaloka, Mahārloka und Dhruvaloka, Saturn, Jupiter, Mars, Merkur, Venus, Mond, Sonne, Rahu, die Planeten der siddha-s, caranas, yaksas, raksasas, die Erde, himmlische Planeten unterhalb der Erde wie Atala, Vitala, Sutala etc., Pitrloka und schließlich 28 höllische Planeten angefangen mit Tamisra, wo sündhafte Menschen nach ihrem Tod bestraft werden.

 

Dann schuf Brahmā aus seinem Geist und seinem Körper die unbeweglichen Lebewesen (Bäume etc.), die niederen Lebensformen (Insekten, Reptilien, Vögel, Säugetiere etc.), die devas und die Menschen. Die Schöpfung der devas ist von achtfacher Art: (1) Halbgötter, (2) pitrs, (3) asuras, (4) gandharvas und apsaras, (5) yaksas und raksasas, (6) siddhas, caranas und vidyadharas, (7) bhutas, pretas und pisacas und (8) kinnaras und andere übermenschliche Wesen.[1]

 

Bevor der Selbstgeborene die Schöpfung der Lebewesen vornahm, erschuf er aus seinem Schatten ihre Lebensbedingungen, die Bedeckungen der Unwissenheit, die im Sanskrit andhatamisra (Furcht vor dem Tod, weil man glaubt, daß mit dem Tod alles vorbei ist), tamisra (Zorn nach Enttäuschung), maha-moha (falsches Besitzdenken), moha (Illusion), tamas (Dunkelheit im Wissen vom Selbst) und ajñāna (Unwissenheit) oder avidya genannt werden. Dies ist ein interessanter philosophischer Punkt. Bhaktivedanta Swami Prabhupada macht dazu in seiner Übersetzung des Śrīmad-Bhāgavatam folgende Bemerkungen:

 

"Solange eine lebendige Seele ihre wirkliche Identität nicht vergißt, ist es unmöglich, daß sie unter den materiellen Lebensbedingungen existieren muß. Die erste Bedingung des materiellen Daseins ist daher das Vergessen der eigenen wirklichen Identität. Und wenn man seine wirkliche Identität vergessen hat, ist es sicher, daß man sich vor dem Tod fürchtet, obwohl eine reine, lebendige Seele weder Geburt noch Tod kennt. Diese falsche Identifizierung mit der materiellen Natur ist die Ursache falschen Besitztums von Dingen, die durch die Vorkehrung einer höheren Macht angeboten werden. Durch falsche Identifizierung jedoch wird die bedingte Seele von dem falschen Gefühl gefangen, das Eigentum des Höchsten Herrn zu besitzen ....."

".....Fast alle bedingten Seelen, die in der materiellen Welt schmachten, mißbrauchen ihre Unabhängigkeit, und daher werden ihnen fünf Arten von Unkenntnis auferlegt. Als gehorsamer Diener des Herrn erschafft Brahmā all diese Dinge als eine Sache der Notwendigkeit, doch ist er hierbei nicht glücklich, denn ein Gottgeweihter sieht es natürlich nicht gern, wenn jemand von seiner wirklichen Stellung abweicht und zu Fall kommt. Menschen, die sich um den Pfad der Erkenntnis nicht kümmern, bekommen vom Herrn alle Möglichkeiten, ihren Neigungen in vollstem Ausmaß nachzugehen, und Brahmā hilft hierbei ohne Fehl."

 

Der verehrenswerte Brahmā schuf zu Beginn vier große Weise namens Sananda, Sanaka, Sanātana und Sanat-kumara. Als diese nicht gewillt waren, Nachkommenschaft zu zeugen und das Universum zu bevölkern, wurde Brahmā zornig. Der Zorn trat aus seiner Stirn hervor und erzeugte Rudra. Diese Inkarnation des Zornes zerstört am Ende von Brahmās Leben das gesamte Universum. Nach Rudra schuf der Selbstgeborene zehn Weise -- aus seinem Atem Vasistha, aus seinem Daumen Daksa, aus seiner Überlegung Narada, aus seinem Tastsinn Bhrgu, aus seinem Mund Angira, aus seinen Augen Atri, aus seinen Ohren Pulastya, aus seiner Hand Kratu, aus seinem Geist Marici und aus seinem Nabel Pulaha. Aus seiner Brust manifestierte sich Religion, aus seinem Rücken Irreligion, aus seinem Herzen Lust und Begierde, aus seinem Mund Sprache, aus seinem Penis der Ozean und aus seinem Anus niedere und abscheuliche Tätigkeiten. Trotz Brahmās Macht, ging es nicht immer glatt zu in seiner Schöpfertätigkeit, wie überhaupt im materiellen Dasein niemals alles so läuft, wie man es sich vorstellt. Doch darüber wollen wir hier nicht berichten.

 

Eines Tages, als Brahmā in tiefes Nachdenken versunken war und sich darüber wunderte, daß das Universum noch immer nicht genügend bevölkert war, wurden aus seinem Körper zwei menschliche Formen erzeugt, eine männliche und eine weibliche, die sich augenblicklich sexuell vereinigten. Die männliche Form wurde als Svayambhuva und die weibliche als Satarupa bekannt. Mit ihnen beginnt die Geschichte der Menschheit, sie sind die Urahnen der Menschen. Sie zeugten zwei Söhne -- Uttanapada und Priyavrata -- und drei Töchter namens Akuti, Devahuti und Prasuti, die mit Ruci, Kardama bzw. Daksa verheiratet wurden und im Laufe der Zeit zahllose Nachkommen hervorbrachten. Svayambhuva ist ein Manu, ein avatāra, der für das Wohl des Universums sorgt.[2] Nachdem Manu eine lange Zeit regiert hatte, zog er sich in den Wald zurück und übergab sein Amt Priyavrata. Priyavratas Nachfolger wurde Agnidhra, Agnidhra folgte Nabhi, dessen Nachfolger wurde Rsabha, eine Inkarnation des Herrn, und Rsabhas Nachfolger wurde Bharata, nach welchem später die Erde benannt wurde (bharata-varsa).

 

Im Laufe eines Tages Brahmās erscheinen 14 Manus, von denen jeder 71 - 72 caturyugas die Welt regiert. Ein Tag Brahmās währt tausend caturyugas (ein caturyuga - aus vier Zeitaltern bestehender Zyklus - währt 4.320.000 Jahre). Brahmās Nacht dauert ebenso lang. In dieser Zeit ist das Universum bis hinauf nach Satyaloka zerstört und unbewohnbar. Brahmā lebt einhundert Jahre nach dieser Zeitrechnung, das sind 1000*365*100 caturyugas. Wenn man diese Zahl mit 4.320.000 multipliziert, erhält man die Dauer des Universums nach menschlicher Zeitrechnung.

 

Die Abbildung links veranschaulicht die Schöpfung der materiellen Elemente in drei Kategorien: jñāna-śakti, kriya-śakti, dravya-śakti (materielles Wissen, Tätigkeiten, Materie). Jnana-śakti ist die Kraft, durch die aus dem selbstzentrierten Ego in satta-guṇa manas und zehn devas, die im Universum und im Körper der Lebewesen Bewegungen etc. beherrschen, hervorgehen. Kriya-śakti ist die Kraft, durch die aus dem Ego in rajo-guṇa die zehn Sinne und buddhi (Intelligenz) hervorgehen und dravya-śakti ist die Kraft, durch die aus dem ahankara in tamo-guṇa die 5 mahābhūtas (Elemente) mit ihren 5 Haupteigenschaften, die die Sinnesobjekte bilden, hervorgehen.
Die 24 Elemente (5 materielle Elemente, 5 Sinnesobjekte, 5 wissenserwerbende Sinne, 5 Arbeitssinne, Geist, Intelligenz, ahankara und avyakta oder mahat-tattva) bilden die Bestandteile, aus denen Brahmā die Körper der Lebewesen und andere Dinge im Universum erschafft.

http://veda.aayurveda.de/creation1.html

 aus dem Vayu-purana

 

From Vishnu the universal egg came out of his pores.
Brahma lived inside the egg.

He then split the egg into two and created heaven and
the earth from the two parts of the egg.
Skies, directions, time, language and senses were created in both heaven and earth.
From the powers of his mind, Brahma gave birth to seven great sages.

Their names were Marichi, Atri, Angira, Pulastya, Pulaha, Kratu and Vashishtha.


Brahma gave birth to a man and a woman from his own

body. The man was named Svayambhuva Manu and the woman was named Shatarupa.(wie Adam und Eva)
Humans are descended from Manu.
That is the reason they are known as manava.
Manu and Shatarupa had three sons named Vira, Priyavrata and Uttanapada.

 

 

http://vedicyagyacenter.com/vedic-scriptures-files/epic-pdf/Vayu%20Purana.pdf